Dr. Karl Kriechbaum - Neuropsychologie - Psychotherapie - Arbeits-, Unternehmensberatung


Künstliche Intelligenz


Präsentation
Ist Künstliche Intelligenz wirklich intelligent?
Institut für Psychoneuronalogie      1040 Wien
Dr. Karl Kriechbaum - Neuropsychologe, Kognitions-, Verhaltenstherapeut
14. April 2016     18.00  - 19.30     freier Eintritt
29. März 2017     18.00  - 19.30     freier Eintritt
Kostenfreie Anmeldung
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weitere Termine auf Anfrage


Dr. Karl Kriechbaum  1040 Wien, Johann-Straußg. 28   www.kriechbaum.eu  43 1 5051778   Kontakt


Was kann der Computer?
Daten- & Logarithmen-Verarbeitung: Fakten, Informationen, Muster verschiedenster Art, komplexe Regeln, komplizierte Rechenprozesse in großer Menge und in hoher Geschwindigkeit sehr zuverlässig und präzise erfassen und verarbeiten.

Was kann das menschliche Gehirn?
SR-Intelligenz: intuitive & bewusst-willentliche Prozesse - kreative & rationale Lösungen
1. Selbst-Reflexion – Bedingungen, Umstände, Fakten, Daten, Informationen, Kognitionen, Emotionen, Befinden, Antriebe, Potenziale, Prozesse, Ergebnisse registrieren, analysieren & beurteilen
2. Selbst-Rekognition – Zusammenhänge verstehen & bewerten, Erkenntnisse treffen, Schlussfolgern ziehen, Ziele definieren, Maßnahmen bestimmen
3. Selbst-Regulierung – Kognitionen, Emotionen, Körperzustände, Ausdrucks- & Verhaltensweisen selbständig bestimmen & steuern
4. Selbst-Revision – Auswirkungen, Ergebnisse, Fortschritte evaluieren, korrigieren & sukzessive optimieren - aus den gemachten Erfahrungen lernen

Künstliche Intelligenz soll das machen, was sie besser kann als der Mensch:
- mit hoher Geschwindigkeit eine große Menge an Daten auf der Basis klarer Regeln verarbeiten
- Robotik: unter schwierigen, für den Menschen problematischen, belastenden und gefährlichen (physikalischen, chemischen, biologischen oder psychologischen) Bedingungen arbeiten
- in komplexen, dynamischen Systemen Wahrscheinlichkeiten berechnen
und
Vorhersagen treffen
- rasche und umfangreiche Musteranalyse,
Mustererkennung und Mustervorhersage
- Einsatz der kognitiven und sensomotorischen Fähigkeiten
der künstlichen Intelligenz bei der Personenidentifizierung,
bei der physikalischen, chemischen, biologischen Muster-
identifizierung, bei der verbalen, nonverbalen, emotionalen,
sozialen Mustererkennung in den verschiedensten Bereichen:
Qualitätssicherung, Fehlermanagement, Zahlungsverkehr, Flugbetrieb, Verkehr, Wetterentwicklung, Umweltschutz, Wohnbau, Wohnraum-
Management, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Finanzmarkt, Politik, Konflikt-, Krisenprävention, Friedenssicherung, Wissenschaft, Technik, Medien, Freizeit, Kommunikation / Chatbots, Bildung, Gesundheit und Fitness, Medizin, Psychotherapie, Training / Wearables ...
- mit künstlicher Intelligenz ein besserer Mensch? Eine Art künstliche Intelligenz im Sinne einer 'artificial optimized intelligence' ist in der
modernen Kognitions-, Verhaltenstherapie, im psychoneuronalen Training schon seit geraumer Zeit in Anwendung - in Form eines selbstbestimmten, selbstgesteuerten bewusst-willentlichen Denkens und Handelns
- Machine Learning, Deep Learning, Augmented Reality, Virtual Reality
- virtuelle und simulierte zwischenmenschliche Beziehungen in naher oder ferner Zukunft?       
- vom Homo Sapiens zum Homo Digitalis - als optimierter Mensch oder als Hightech-Maschine?   
->  die Anwendungsmöglichkeiten und Anwendungsbereiche sind (fast) allumfassend ...

Menschliche Intelligenz soll das machen, was der Mensch als Selbstschutz tun muss:
- die Regeln bestimmen, in deren Rahmen Computer arbeiten und entscheiden (dürfen)
- die Kontrolle über alle Computer und Maschinen dieser Welt ausüben und auch in
Zukunft behalten
- die individuelle & kollektive SR-Intelligenz verbessern - ansonsten könnte die künstliche Intelligenz irgendwann deutlich erfolgreicher sein als die menschliche - mit unabsehbaren Konsequenzen für die Menschheit

Computer sollen keine Kopie des Gehirns sein.
Warum? Zum einen, weil dem Nervensystem bestimmte Grenzen gesetzt sind. Zum anderen, weil das menschliche Gehirn sowohl hinsichtlich der Hardware als auch der Software störungsanfällige Widersprüchlichkeiten und Unzulänglichkeiten sowie sehr oft auch negative oder gar gefährliche Komponenten enthält.

Genetik, Epigenetik, Neuronales und Psyche beinhalten aufgrund ihrer Vergangenheit (Evolution, Umfeld, Umstände, Erlebnisse, Erfahrungen) neben den vielen lebenserhaltenden, ressourcen-schonenden, schöpferischen Mustern auch zahlreiche problematische, belastende, destruktive Elemente.
Die Taten, zu denen wir Menschen aufgrund unserer Lernfähigkeit fähig sind, sind einerseits großartig, wertvoll und überaus nützlich, andererseits ziehen sie sich wie ein blutroter Faden durch die Menschheitsgeschichte.

Vorsicht ist also geboten, wenn der künstlichen Intelligenz eine Lernfähigkeit ähnlich dem menschlichen Gehirn gegeben wird. Über die Eigendynamik, die dabei entsteht, könnte der Mensch irgendwann die Kontrolle verlieren.

Psycho-neuronale Netze sind dynamische nichtlineare Systeme, die ein Gedächtnis besitzen. Dadurch wird die Systemantwort nicht nur vom augenblicklichen Wert des Systemreizes bestimmt. Sie hängt auch von der Vorgeschichte (wie Quantität und Qualität der vorangehenden Erregung) ab.

Das Gehirn mit 100 Milliarden Nervenzellen, einer Billiarde Synapsen und 10 Billionen Rechen-prozesse pro Sekunde, die für eine schnelle und überaus komplexe Erregungsübertragung zwischen den Nervenzellen sorgen, ist potenziell deutlich leistungsstärker und effektiver als jeder Computer. Es ist im Erkennen, Bewerten, Verstehen, Schlussfolgern und Lernen (noch) um vieles besser und kann sich äußerst flexibel und kreativ an neue Gegebenheiten anpassen. Ein Computer hingegen macht (derzeit) noch relativ starr das, was ihm eingegeben wird.
Zudem verbraucht das Gehirn nur sehr
wenig Energie (ca. 20 Watt) im Vergleich zu einem Rechner, der für eine ähnliche Leistung viele Kilowatt benötigt.

Aber das Gehirn erweist sich nicht selten als überaus ineffizient - hoher Input, relativ geringer Output. Mitunter (durch bestimmte Umstände bedingt) beansprucht es (zu) große Ressourcen mit zum Teil dramatischen Auswirkungen: Überlastung, Funktionsstörungen bis hin zu irreversiblen Schädigungen.

Was hat der Mensch, was der Computer nicht hat?
ein Unbewusstes mit unzähligen evolutionären & gelernten Programm-Mustern & -Inhalten,
Emotionen, eigenständige Kognitionen, ein Ich-Bewusstsein, einen eigenen Willen, eine hohe Lernfähigkeit, eine ganzheitliche Betrachtungsweise, Kreativität & Intuition, eine enorme Plastizität ... eine eigenständige Anpassungsfähigkeit ...

Der Computer ist sehr leistungsfähig, rechnet rasend schnell, in der
Regel sehr effizient, ist sehr belastbar und stabil, an sich relativ fehlerfrei -
aber noch wenig lernfähig und flexibel - also nicht sehr intelligent.

Das Gehirn ist extrem leistungsfähig, arbeitet ebenfalls sehr schnell,
oft wenig effizient, ist nicht sehr belastbar und stabil, ist fehleranfällig -
aber sehr lernfähig, flexibel und (potenziell) klug - also intelligent.

Diverse Fragestellungen:

Was kann & soll künstliche Intelligenz von menschlicher Intelligenz lernen?
Was kann & soll menschliche Intelligenz von künstlicher Intelligenz lernen?

Wenn Roboter die derzeitige Arbeit der Menschen übernehmen, was sollen dann die Menschen machen?
Wie sollen die Menschen ohne Lohnarbeit ihre Existenz sichern?
Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen?
Sind Staaten dazu in der Lage?
Sind die Menschen dafür geeignet?